Sonnenfreude rächt sich

Wenn Sie in der Babyboomer-Generation aufgewachsen sind, haben Sie wahrscheinlich viele Stunden in der Sonne verbracht – ohne Sonnencreme, ohne Schutz. Damals war weniger über UV-Strahlung bekannt, und Sonnenbaden galt als rein positiv. Heute zahlen viele aus dieser Generation einen hohen Preis.
UV-Strahlung und die späten Folgen
UV-Strahlung beschädigt die DNA in Hautzellen. Diese Schäden können sich über Jahrzehnte hinweg ansammeln, ohne Symptome zu verursachen. Bei Menschen, die in ihrer Jugend und im mittleren Alter viel Sonne abbekommen haben, tritt Hautkrebs oft erst Jahre oder Jahrzehnte später auf – ein Grund, warum Hautkrebs bei älteren Menschen häufiger diagnostiziert wird.
Arten von Hautkrebs
Das Basalzellkarzinom ist die häufigste Form und meist gut zu behandeln. Das Plattenepithelkarzinom ist aggressiver, aber bei frühzeitiger Erkennung ebenfalls behandelbar. Das Melanom ist die gefährlichste Form, kann aber bei früher Diagnose geheilt werden. Gerade für Babyboomer ist regelmäßiges Screening entscheidend.
Vorsorge und Früherkennung
Es ist nie zu spät, die Haut zu schützen. Auch jetzt sollten Sie:
- Regelmäßige Haut-Selbstuntersuchungen durchführen (ABCDE-Regel: Asymmetrie, Begrenzung, Farbe, Durchmesser, Erhabenheit)
- Jährliche dermatologische Untersuchungen durchführen lassen
- Sonnenschutz mit mindestens SPF 30 täglich verwenden, auch bei bewölktem Himmel
- Intensive Sonneneinstrahlung zwischen 11 und 15 Uhr meiden
Behandlungsmöglichkeiten
Die moderne Dermatologie bietet wirksame Behandlungen für Hautkrebs. Je früher erkannt, desto besser die Prognose. Sprechen Sie mit Ihrem Dermatologen über ein individuelles Präventionskonzept – Ihre Apotheke kann Sie auch bei der täglichen Hautpflege und dem richtigen Sonnenschutz beraten.
Hinweis: Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung.