Immer wieder Harnwegsinfekte?


Harnwegsinfekte vorbeugen: Die Rolle von Beeren und richtiger Hygiene
Beere schützt die Frauenblase

Harnwegsinfekte sind besonders bei Frauen weit verbreitet und unangenehm. Nach einer Infektion tritt eine neue schnell auf – ein Teufelskreis. Neben ärztlicher Behandlung gibt es verschiedene Maßnahmen, die vorbeugen können. Cranberries und andere Beeren stehen dabei seit Jahren im Fokus der Forschung.

Was ist dran an Beeren?

Cranberries und verwandte Beeren enthalten Stoffe, die möglicherweise verhindern, dass Bakterien an den Harnwegswänden haften bleiben. Dieser Mechanismus könnte das Risiko für Infektionen reduzieren. Allerdings zeigen Studien unterschiedliche Ergebnisse. Während regelmäßiger Konsum von Cranberry-Produkten bei manchen Frauen vorbeugend wirken kann, ist dieser Effekt nicht garantiert und kann individuell sehr unterschiedlich ausfallen.

Bewährte Vorbeugungsmaßnahmen

Zuverlässiger als Beeren sind simple Hygienemaßnahmen. Ausreichend trinken – besonders Wasser und ungesüßte Getränke – verdünnt den Urin und spült Bakterien aus. Auch das richtige Abputzen nach der Toilette (von vorne nach hinten) und das Wasserlassen nach dem Geschlechtsverkehr sind wichtig. Enge Kleidung und lange Feuchtigkeit begünstigen Infektionen, daher sollten Sie darauf achten, schnell nasse Kleidung zu wechseln.

Wann ist ärztliche Hilfe nötig?

Bei Schmerzen beim Wasserlassen, Brennen, häufigem Harndrang oder Fieber sollten Sie schnell zum Arzt gehen. Eine unbehandelte Infektion kann aufsteigen und die Nieren gefährden.

Praktische Tipps

  • Trinken Sie täglich 2–3 Liter, bevorzugt Wasser
  • Wasserlassen Sie nach dem Geschlechtsverkehr
  • Cranberry-Saft oder -Kapseln können ergänzend versucht werden, sind aber kein Ersatz für andere Maßnahmen

Die Kombination aus ausreichend Flüssigkeit, richtiger Hygiene und notfalls Cranberry-Produkten bildet einen guten Schutz vor wiederkehrenden Harnwegsinfekten. Ihre Apotheke hat auch natürliche Unterstützung im Sortiment und berät Sie gerne.

Hinweis: Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung.