Ungewollte Mitbewohner


Madenwürmer: Häufiger als gedacht und leicht zu behandeln
Madenwürmer: Wenn´s am Po juckt

Madenwürmer sind Parasiten, die vor allem Kinder befallen, aber auch Erwachsene können sich anstecken. Trotz ihres unangenehmen Rufs sind sie leicht zu erkennen und schnell zu behandeln – allerdings erfordert es konsequentes Handeln, um eine Neuinfektion zu verhindern.

Wie entsteht eine Madenwurm-Infektion?

Madenwürmer werden durch kontaminierte Nahrung, Wasser oder direkten Kontakt übertragen. Die mikroskopisch kleinen Eier können auf Spielzeugen, Türklinken oder in der Bettwäsche verbleiben und sind sehr langlebig. Kinder stecken sich oft an, wenn sie ihre Hände nicht richtig waschen oder ihre Finger in den Mund nehmen. Madenwürmer sind nicht Zeichen mangelnder Hygiene – jede Familie kann damit konfrontiert werden.

Charakteristische Symptome

Das klassische Symptom ist intensives Jucken um den Anus, besonders nachts. Dies kann zu Schlafstörungen und Reizbarkeit führen. Manche Kinder kratzen sich die betroffene Stelle wund. Auch Übelkeit und Bauchschmerzen können auftreten, jedoch sind diese Symptome weniger spezifisch.

Diagnose durch den Klebetest

Ein einfacher und zuverlässiger Diagnosetest ist der Klebetest: Ein transparentes Klebeband wird morgens direkt nach dem Aufwachen auf die Analregion geklebt und anschließend unter dem Mikroskop in der Arztpraxis untersucht. Die Eier werden sofort sichtbar.

Wirksame Behandlung

Anthelminthika (Wurmmittel) wie Mebendazol oder Pyrantel sind hochwirksam und rezeptfrei in der Apotheke erhältlich. Eine einmalige Dosis, gefolgt von einer zweiten Dosis nach 2–3 Wochen, tötet die Würmer ab. Weil sich Familienmitglieder oft gegenseitig anstecken, sollten alle Haushaltsmitglieder gleichzeitig behandelt werden.

Hygiene ist entscheidend

  • Bettwäsche täglich wechseln und bei mindestens 60 °C waschen
  • Häufiges Händewaschen, besonders nach Toilettengängen und vor Mahlzeiten
  • Fingernägel kurz halten und regelmäßig reinigen
  • Toilettensitz und Badezimmer desinfizieren
  • Kuscheltiere gründlich waschen oder einige Tage in einem verschlossenen Beutel lagern

Mit konsequenter Hygiene und richtigem Wurmmittel ist die Madenwurm-Infektion schnell behoben. Ihre Apotheke berät Sie gerne zu geeigneten Mitteln und gibt praktische Tipps zur Vermeidung von Neuinfektionen.

Hinweis: Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung.