Vor allem bei Diabetiker*innen

Diabetiker haben ein erhöhtes Risiko, später an Demenz zu erkranken. Dieser Zusammenhang wird in der Fachwelt intensiv untersucht, da immer mehr Patienten beide Erkrankungen parallel entwickeln. Ein bewusster Lebensstil kann dieses Risiko senken.
Der biologische Zusammenhang
Diabetes Typ 2 beeinträchtigt nicht nur die Blutzuckerregulation, sondern auch die Blutgefäße und die Nervenfunktion. Chronisch erhöhte Blutzuckerwerte begünstigen Ablagerungen im Gehirn und beeinträchtigen die Durchblutung von Gehirnregionen, die für das Gedächtnis und die Kognition zuständig sind. Auch chronische Entzündungen, die mit Diabetes verbunden sind, können Hirnzellen schädigen.
Insulinresistenz und Gehirnfunktion
Insulinresistenz – ein Kernsymptom von Diabetes – beeinflusst auch die Fähigkeit des Gehirns, Insulin richtig zu nutzen. Dies kann sich negativ auf die kognitiven Funktionen auswirken und das Demenzrisiko erhöhen. Wissenschaftler nennen dies manchmal auch „Diabetes Typ 3“ des Gehirns.
Risikofaktoren verstärken sich gegenseitig
Das Risiko wird besonders hoch, wenn Diabetiker zusätzlich mit Übergewicht, Bluthochdruck oder ungesundem Lebensstil kämpfen. Mangelnde Bewegung, schlechte Ernährung und soziale Isolation verschärfen beide Erkrankungen.
Schutzmaßnahmen ergreifen
- Blutzuckerwerte durch Ernährung und Medikamente optimal eingestellt halten
- Regelmäßige körperliche Aktivität (mindestens 150 Minuten pro Woche)
- Blutdruck und Cholesterin kontrollieren
- Gesunde, ausgewogene Ernährung mit Vollkornprodukten und Gemüse
- Soziale Aktivitäten und geistige Herausforderungen – z.B. Lesen, Rätseln
- Ausreichend Schlaf und Stressabbau
Eine optimale Diabetes-Kontrolle schützt nicht nur vor Komplikationen wie Nierenschäden oder Sehproblemen, sondern auch vor kognitiven Beeinträchtigungen. Ihre Apotheke unterstützt Sie bei der Medikamentencompliance und gibt Tipps zur Lebensstiländerung.
Hinweis: Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung.