Hustenanfälle im Schlaf lindern

Viele Asthmapatientinnen und -patienten berichten von nächtlichen Beschwerden. Hustenanfälle im Schlaf beeinträchtigen nicht nur die Nachtruhe, sondern auch die Lebensqualität.
Warum wird Asthma nachts schlimmer?
Im Liegen können sich Sekrete leichter in den Atemwegen ablagern. Gleichzeitig produziert der Körper nachts weniger von bestimmten Hormonen, die die Atemwege öffnen. Die natürliche zirkadiane Rhythmik und ein leicht erhöhter intrinsischer Tonus der Atemmuskulatur tragen zu nächtlichen Beschwerden bei. Zusätzlich können Hausstaubmilben und Allergene im Bett Anfälle auslösen.
Hilfreiche Schlafposition
Schlafen Sie auf mehreren Kissen mit erhöhtem Kopfteil. Diese Position reduziert die Ansammlung von Sekreten und erleichtert die Atmung. Eine Lagerungsdrainageposition am Abend kann ebenfalls hilfreich sein.
Medikamentöse Unterstützung
Verwenden Sie Ihr Asthma-Medikament regelmäßig nach Anweisung Ihres Arztes – nicht nur, wenn Symptome auftreten. Ein gut eingestelltes Asthma ist weniger aktiv, auch nachts. Ein Langzeit-Medikament abends kann nächtliche Beschwerden reduzieren.
Prophylaktische Maßnahmen
Reduzieren Sie Hausstaubmilben durch häufiges Waschen der Bettwäsche bei mindestens 60 °C. Ein luftreinigendes Gerät im Schlafzimmer kann hilfreich sein. Vermeiden Sie Allergene und irritierende Stoffe wie Haustiere im Schlafzimmer.
Sprechen Sie mit Ihrem Arzt: Wenn nächtliche Asthmaanfälle ein regelmäßiges Problem sind, braucht Ihre Behandlung möglicherweise eine Anpassung. Ihre Apotheke kann Ihnen Tipps zur Inhalationstechnik und Prophylaxe geben.
Hinweis: Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung.