Hintergrundwissen Auge


Das Auge ist ein hochkomplexes Sinnesorgan, das Lichtsignale aufnimmt und in elektrische Impulse umwandelt, die das Gehirn zu einem Seheindruck verarbeitet. Grundlegende Kenntnisse über den Aufbau und die Funktion des Auges helfen, Sehprobleme und Augenerkrankungen besser zu verstehen.

Der äußere Aufbau des Auges

Das Auge ist von außen von der Bindehaut (Konjunktiva) bedeckt, die auch die Innenseite der Augenlider auskleidet. Die Hornhaut (Kornea) bildet die transparente, farblose Vorderfläche des Auges und ist für etwa zwei Drittel der notwendigen Brechkraft des Lichts verantwortlich. Darunter liegt die Regenbogenhaut (Iris), deren Farbe genetisch bestimmt ist. Die schwarze Öffnung in der Iris ist die Pupille, die sich automatisch an unterschiedliche Lichtverhältnisse anpasst und reguliert, wie viel Licht ins Auge fällt. Die Augenbrauen und Augenlider schützen das Auge vor Fremdkörpern und übermäßiger Licht- und Wärmestrahlung. Die Tränenflüssigkeit wird von der Tränendrüse produziert und verteilt sich über die Augenoberfläche, um diese zu befeuchten, zu nähren und zu schützen.

Die Linse und ihre Funktion

Hinter der Iris sitzt die Augenlinse, ein elastisches, durchsichtiges Gebilde. Sie besitzt die Fähigkeit der Akkommodation – das heißt, ihre Wölbung ändert sich, um Objekte in verschiedenen Entfernungen scharf abzubilden. Diese Elastizität nimmt mit zunehmendem Alter ab, weshalb viele Menschen ab dem 40. Lebensjahr eine Lesebrille benötigen.

Der Augapfel und der Augenhintergrund

Der Augapfel besteht aus mehreren Schichten. Die äußerste Schicht ist die Sklera (das Weiße des Auges), die der Stabilität dient. Unter der Sklera liegt die Aderhaut (Choroidea), die die Netzhaut versorgt. Die Netzhaut (Retina) ist die innerste, lichtsensible Schicht, auf der sich Millionen von Lichtsinneszellen befinden. Diese Stäbchen und Zäpfchen wandeln Lichtenergie in Nervensignale um. Der Gelbe Fleck (Makula) ist der Bereich des schärfsten Sehens, während die Papille das Gebiet ist, in dem der Sehnerv das Auge verlässt.

Das Kammerwasser und der Augeninnendruck

Der vordere Augenbereich wird von einer klaren Flüssigkeit, dem Kammerwasser, gefüllt. Diese Flüssigkeit wird kontinuierlich produziert und abfließen und trägt zur Aufrechterhaltung des Augeninnendrucks bei, der für die Formstabilität des Auges notwendig ist. Ein ausreichender, aber nicht zu hoher Augeninnendruck ist für die Gesundheit des Auges entscheidend.

Der Glaskörper und die Sehbahn

Der Großteil des Auges wird vom Glaskörper ausgefüllt, einer gelartigen, glasklaren Substanz. Der Sehnerv verbindet die Netzhaut mit dem Gehirn und leitet die visuellen Informationen weiter. Im Gehirn werden diese Signale schließlich in das Seherlebnis umgewandelt. Die ständige Zusammenarbeit all dieser Strukturen ermöglicht das komplexe Zusammenspiel von Lichtbrechung, Fokussierung und Signalverarbeitung, das wir als Sehen erleben.

Hinweis: Dieser Text dient nur der allgemeinen Information und ersetzt nicht die Beratung durch Ärztin oder Arzt oder Ihre Apothekerin oder Ihren Apotheker.