Erkrankungen der weiblichen Brust


Die Gesundheit der Brustdrüse ist für viele Frauen ein wichtiges Anliegen. Erkrankungen der weiblichen Brust sind sehr häufig und reichen von harmlosen, gutartigen Veränderungen bis zu Erkrankungen, die eine ärztliche Behandlung erfordern. Die meisten Brusterkrankungen sind gutartig, aber eine regelmäßige Selbstuntersuchung und ärztliche Kontrolluntersuchungen helfen, Veränderungen frühzeitig zu erkennen.

Gutartige Brustveränderungen

Viele Frauen erleben während ihres Lebens gutartige Brustveränderungen. Dazu gehören Zysten, fibrocystische Veränderungen und Fibroadenome. Diese entstehen oft durch hormonelle Schwankungen während des Menstruationszyklus. Typische Symptome sind Spannungsgefühle, Schmerzen oder tastbare Knoten. Diese Veränderungen treten besonders häufig in der zweiten Hälfte des Zyklus auf.

Infektionen und Entzündungen

Eine Mastitis ist eine Brüstentzündung, die besonders beim Stillen auftreten kann. Sie äußert sich durch Rötung, Wärmegefühl, Schmerzen und manchmal Fieber. Eine Mastitis entsteht durch Stauung von Milch oder bakterielle Infektionen. Sie erfordert in der Regel eine ärztliche Behandlung und gezielte Maßnahmen zur Linderung.

Brustkrebs und Vorsorge

Brustkrebs ist die häufigste Krebserkrankung bei Frauen. Das Risiko steigt mit zunehmendem Alter. Bekannte Risikofaktoren umfassen eine familiäre Belastung, späte Menopause, frühe Menarche und Übergewicht. Eine Früherkennung durch regelmäßige Selbstuntersuchung und ärztliche Tastuntersuchung ist wichtig. Je nach Alter und Risikoprofil werden Mammographie oder Ultraschall zur Vorsorge eingesetzt.

Symptome, die untersucht werden sollten

  • Neu aufgetretene Knoten oder Verhärtungen
  • Anhaltende Brustschmerzen ohne erkennbare Ursache
  • Ausfluss aus der Brustwarze, besonders blutig oder eitrig
  • Hautveränderungen wie Rötung, Dellen oder Orangenhaut
  • Asymmetrische Schwellungen oder Formveränderungen

Selbstuntersuchung und ärztliche Kontrolle

Die Selbstuntersuchung der Brust sollte einmal monatlich durchgeführt werden, idealerweise eine Woche nach Beginn der Menstruation. Dabei werden beide Brüste visuell betrachtet und gezielt abgetastet. Ein erfahrener Arzt oder eine erfahrene Ärztin kann bei der Durchführung anleiten. Zusätzlich sollten regelmäßige ärztliche Tastuntersuchungen durchgeführt werden. Ab bestimmtem Alter werden Screening-Mammographien empfohlen.

Bei Veränderungen oder anhaltenden Beschwerden an der Brust sollten Sie einen Arzt oder eine Ärztin aufsuchen. Viele Brustveränderungen sind zwar gutartig, aber nur eine fachkundige Untersuchung kann dies sicher feststellen. Ihre Apothekerin oder Ihr Apotheker kann Sie zudem bei Fragen zur Brustgesundheit beraten und informieren.

Hinweis: Dieser Text dient nur der allgemeinen Information und ersetzt nicht die Beratung durch Ärztin oder Arzt oder Ihre Apothekerin oder Ihren Apotheker.