Psychische Erkrankungen


Psychische Erkrankungen umfassen eine breite Palette von Störungen, die sich auf psychisches Wohlbefinden, Verhalten und körperliche Gesundheit auswirken. Sie lassen sich in verschiedene Kategorien einteilen: Affektstörungen (wie Depression und bipolare Störung), Angststörungen, Schizophrenie und verwandte Störungen, Persönlichkeitsstörungen und viele weitere. Diese Erkrankungen sind keine Charakterschwäche und nicht selbstgewählt.

Depressive Störungen

Depressionen gehören zu den häufigsten psychischen Erkrankungen. Sie zeichnen sich aus durch anhaltende Traurigkeit, Hoffnungslosigkeit, Interessensverlust an Aktivitäten, Schlafstörungen, Konzentrationsschwierigkeiten und körperliche Beschwerden. Eine depressive Episode kann Wochen bis Monate andauern. Schwere Depressionen können mit ernsthaften Risiken verbunden sein und erfordern professionelle Unterstützung.

Angststörungen

Angststörungen sind durch übermäßige, anhaltende Angst oder Besorgnis gekennzeichnet, die den Alltag beeinträchtigt. Dazu gehören generalisierte Angststörung, Panikstörung, spezifische Phobien und Agoraphobie. Betroffene können körperliche Symptome wie Herzrasen, Schwitzen, Atemnot und Schwindel erleben. Angststörungen sind gut behandelbar und sprechen auf verschiedene therapeutische Ansätze an.

Schizophrenie und psychotische Störungen

Diese Erkrankungen sind durch Veränderungen in der Wahrnehmung und dem Denken charakterisiert, wie Wahnvorstellungen, Halluzinationen oder desorganisiertes Denken. Sie treten oft in jungen Erwachsenenjahren auf. Moderne Behandlungen können Symptome wirksam kontrollieren und ermöglichen vielen Betroffenen ein funktionierendes Leben.

Bipolare Störung

Die bipolare Störung ist durch abwechselnde Episoden von Manie (übersteigerte Stimmung, erhöhte Aktivität) und Depression gekennzeichnet. Zwischen den Episoden können längere Phasen normaler Stimmung liegen. Eine sorgfältige Diagnose ist notwendig, da sie ähnliche Symptome wie Depression zeigen kann.

Posttraumatische Belastungsstörung

Diese Störung kann nach Exposition gegenüber traumatischen Ereignissen auftreten. Symptome sind wiederkehrende Albträume, Flashbacks, Vermeidungsverhalten und erhöhte Wachsamkeit. Spezialisierte Psychotherapien haben sich als wirksam erwiesen.

Wenn Sie oder jemand in Ihrem Umfeld Symptome einer psychischen Erkrankung zeigt, ermutigen Sie zur Suche nach professioneller Hilfe. Ihre Ärztin oder Ihr Arzt sowie Ihre Apothekerin oder Ihr Apotheker stehen gerne zur Beratung zur Verfügung und können Sie zu geeigneten Fachpersonen verweisen.

Hinweis: Dieser Text dient nur der allgemeinen Information und ersetzt nicht die Beratung durch Ärztin oder Arzt oder Ihre Apothekerin oder Ihren Apotheker.