Hauterkrankungen mit Ekzem und Schuppenbildung
Ekzeme und Schuppenflechte gehören zu den häufigsten chronischen Hauterkrankungen und beeinträchtigen viele Menschen in ihrer Lebensqualität. Diese Erkrankungen zeichnen sich durch eine gestörte Hautbarriere und Entzündungsprozesse aus, die zu Rötungen, Juckreiz, Schuppung und teilweise Nässen führen. Obwohl beide Erkrankungen chronisch sind, gibt es effektive Behandlungsmöglichkeiten, um Symptome zu lindern und Schübe zu reduzieren.
Atopisches Ekzem (Neurodermitis)
Das atopische Ekzem ist eine chronische, nicht ansteckende Entzündungserkrankung der Haut. Sie tritt häufig bei genetisch veranlagten Personen auf und ist oft mit Allergien oder Asthma verknüpft. Die Erkrankung wird durch eine gestörte Hautschutzbarriere und eine überempfindliche Immunantwort verursacht. Symptome sind intensiver Juckreiz, Rötungen, Schwellungen, Schuppung und in schweren Fällen Nässen und Krusten. Der Juckreiz verstärkt sich oft nachts und durch Kratzen, was zu sekundären Infektionen führen kann. Die Behandlung besteht aus Basis- und Rückfettungspflege, Meidung von Triggern, topischen Kortikosteroiden und bei schwerem Verlauf modernen Biologika.
Kontaktekzem und Reizekzem
Das Kontaktekzem entsteht durch allergische Reaktion auf spezifische Substanzen wie Nickel, Duftstoffe oder Konservierungsmittel. Das Reizekzem wird durch wiederholten Kontakt mit reizenden Stoffen ausgelöst. Beide äußern sich mit lokalen Rötungen, Bläschen und Juckreiz an der Kontaktstelle. Die Diagnose erfolgt durch Allergietests oder Patch-Tests. Die Behandlung besteht primär darin, den Kontakt mit dem auslösenden Stoff zu vermeiden, und symptomatisch durch Kortikosteroidsalben. Langfristig ist der Schutz der Haut durch Schutzhandschuhe und geeignete Reiniger wichtig.
Schuppenflechte (Psoriasis)
Schuppenflechte ist eine chronische, nicht ansteckende Autoimmunerkrankung mit genetischer Veranlagung. Sie wird durch Fehlfunktion des Immunsystems verursacht, das zu schnelle Hautzellproliferation und Entzündung bewirkt. Typisch sind scharf begrenzte, rötliche Plaques mit silbrig-weißer Schuppung, besonders an Ellbogen, Knien und der Kopfhaut. Der Juckreiz variiert und manchmal treten auch Gelenkschmerzen auf. Die Erkrankung wird durch Stress, Infektionen, Hauttrauma und bestimmte Medikamente ausgelöst. Die Behandlung reicht von lokalen Therapien mit Salicylsäure, Kortikosteroiden und Vitamin-D-Analoga bis zu systemischen Behandlungen und Biologika bei schwerem Verlauf.
Seborrhoisches Ekzem und Kopfhautprobleme
Das seborrhoische Ekzem tritt gehäuft auf der Kopfhaut, im Gesicht und auf der Brust auf. Verursacht durch Hefepilze (Malassezia) und Überproduktion von Talg, führt es zu Rötungen, Juckreiz und fettigen Schuppen. Die Erkrankung ist nicht ansteckend und tritt gehäuft bei Stress, Hormonveränderungen und schwerem Klima auf. Behandlung erfolgt durch spezielle Shampoos mit antimykotischen oder keratolytischen Wirkstoffen sowie bei Bedarf topischen Kortikosteroiden.
Behandlung und Hautpflege
Die Basis jeder Behandlung ist eine angepasste Hautpflege mit rückfettenden Produkten ohne Duftstoffe und Konservierungsmittel. Topische Therapeutika wie Kortikosteroide, Calciumantagonisten und Vitamin-D-Analoga sind wirkungsvolle Erstlinientherapien. Phototherapie kann bei ausgedehnten Befunden hilfreich sein. Stressabbau, Feuchtigkeitsausgleich und das Vermeiden von bekannten Triggern sind wesentliche Maßnahmen. Bei hartnäckigen Verläufen sind biologische Therapien eine Option.
Wenn Ekzeme oder Schuppenflechte auftreten oder sich bestehende Erkrankungen verschlimmern, sollten Sie Ihre Dermatologin oder Ihren Dermatologen aufsuchen. Ihre Apothekerin oder Ihr Apotheker kann Sie bei der täglichen Hautpflege und der Anwendung von Therapeutika unterstützen.
Hinweis: Dieser Text dient nur der allgemeinen Information und ersetzt nicht die Beratung durch Ärztin oder Arzt oder Ihre Apothekerin oder Ihren Apotheker.