Erkrankungen des Stoffwechsels der Fette, Eiweiße, Salze und Mikronährstoffe


Der Körper benötigt eine ausreichende Aufnahme und richtige Verarbeitung von Fetten, Eiweißen, Mineralstoffen und Vitaminen für optimale Gesundheit. Störungen in diesen Stoffwechselprozessen können zu verschiedenen Erkrankungen führen, die von leicht bis schwerwiegend reichen.

Fettstoffwechselstörungen

Fettstoffwechselstörungen sind Erkrankungen, bei denen abnormale Cholesterin- und Triglyceridwerte im Blut vorliegen. Dies erhöht das Risiko für Arteriosklerose und Herzkrankheiten. Die häufigsten sind familiengebundene Hypercholesterinämie (genetisch bedingt) und sekundäre Fettstoffwechselstörungen (verursacht durch andere Erkrankungen oder Medikamente).

Symptome sind oft nicht vorhanden, aber hohe Cholesterinwerte können in der Diagnostik entdeckt werden. Die Behandlung umfasst Ernährungsumstellung, körperliche Aktivität und in vielen Fällen Medikamente wie Statine.

Eiweißstoffwechselstörungen

Eiweißstoffwechselstörungen sind seltene genetische Erkrankungen, bei denen der Körper bestimmte Aminosäuren nicht richtig verarbeitet. Die Phenylketonurie (PKU) ist eines der bekanntesten Beispiele. Diese Erkrankungen können zu Entwicklungsverzögerungen, Behinderungen und anderen schwerwiegenden Folgen führen, wenn sie nicht frühzeitig erkannt und behandelt werden.

Neugeborenen-Screening-Programme können viele dieser Erkrankungen früh erkennen. Die Behandlung hängt von der spezifischen Erkrankung ab und kann spezielle Diäten mit einbeziehen.

Mineralstoffstörungen

Der Körper benötigt verschiedene Mineralstoffe wie Natrium, Kalium, Calcium und Magnesium für normale Funktionen. Elektrolytstörungen können lebensbedrohlich sein. Eine Hyponatriämie (zu wenig Natrium) oder Hyperkalämie (zu viel Kalium) können Verwirrung, Muskelschwäche und Herzprobleme verursachen. Diese können durch Nierenerkrankungen, bestimmte Medikamente, Durchfall oder übermäßiges Schwitzen auftreten.

Vitaminmangel und Mikronährstoffstörungen

Vitaminmangel kann verschiedene Erkrankungen verursachen. Vitamin-B12-Mangel führt zu Anämie und Nervenproblemen. Vitamin-D-Mangel schwächt die Knochengesundheit. Eisenmangel verursacht Anämie. Joddedizit führt zu Schilddrüsenerkrankungen. Magnesium- oder Zinkmangel beeinträchtigt verschiedene Körperfunktionen.

Mangelerscheinungen entstehen durch unausgewogene Ernährung, Absorptionsprobleme, chronische Erkrankungen oder bestimmte Medikamente. Die Behandlung beinhaltet Ernährungsumstellung oder Ergänzungen.

Diagnose und Behandlung

Diese Störungen werden durch Bluttests diagnostiziert. Die Behandlung ist individualisiert und hängt von der spezifischen Erkrankung ab. Ernährungsberatung, Lebensstiländerungen und gegebenenfalls Medikamenten- oder Supplementtherapie sind wichtig.

Wenn Sie Symptome eines Stoffwechselmangels erleben, sollten Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt aufsuchen. Ihr Apotheken-Team kann Sie über Ergänzungen und Ernährung beraten.

Hinweis: Dieser Text dient nur der allgemeinen Information und ersetzt nicht die Beratung durch Ärztin oder Arzt oder Ihre Apothekerin oder Ihren Apotheker.